Mehr als nur eine Klassenfahrt: Zwischen Fernsehturm, Fußballfieber und Freundschaft sammelten die Schülerinnen und Schüler Erinnerungen, die ihnen noch lange in Erinnerung bleiben werden.
Bewegende Geschichte zu Fuß erleben: 5G1 on tour in Berlin
Von Terror zu Demokratie: Unter diesem Motto erkundeten wir als 21 Schüler und Schülerinnen fünf Tage lang Berlin. Vom ersten Moment an herrschte eine großartige Stimmung im Zug. Wir lachten viel, spielten Karten und hatten Zeit für viele Schwätzchen, auch mit unseren drei Lehrern. Man kann sagen, wir fuhren als Klasse los und kamen als Freunde zurück!

Während der drei aktiven Tage legten wir insgesamt rund 75 Kilometer zu Fuß durch die Straßen Berlins zurück. Am ersten Tag hörte man noch Stöhnen, am zweiten ging es, am dritten war es normal. Zu Fuß konnten wir die Stadt intensiv kennenlernen, die Geschichte und besondere Atmosphäre hautnah erleben.

Gleich am ersten Berlintag war ein Höhepunkt: der Besuch des Reichstags. Unsere hervorragende Führerin erklärte uns auch die demokratische Funktionsweise des Deutschen Bundestags. Wir erfuhren, wie wichtig humanistische Werte, Mitbestimmung und Verantwortung für unsere Gesellschaft sind. Auch alte Spuren wie Einschüsse der russischen Soldaten und ihre persönlichen Graffitis waren beeindruckend. All das hat man original belassen, um zu zeigen, dass das Gebäude eine Entwicklung von Terror zu Demokratie gemacht hatte.
Ebenso eindrucksvoll war unser Stopp danach am Denkmal für Sinti und Roma, welche ebenfalls zu Opfern der NS-Zeit wurden. Wir nahmen uns bewusst Zeit, ihre Biographien zu studieren und den Ort auf uns wirken zu lassen. Erinnern, Respekt vor anderen, Mut zur Menschlichkeit, das waren Ziele unserer Reise und einer Ausstellung, die wir zuvor in der Schule aufgestellt hatten.

Ein weiterer spannender Programmpunkt war unser Besuch im DDR-Museum. Dort konnten wir Geschichte auf interaktive Weise erleben. Wir erfuhren, wie der Alltag der Menschen in der ehemaligen DDR aussah, erkundeten eine typische Wohnung und bekamen erklärt, wie das Leben der Bürger im Sozialismus verlief: Äpfel statt exotischem Obst, Anstehen für Lebensmittel, eine kleine Wohnung für eine Parteimitgliedschaft bei der SED, Privilegien für die Parteiführenden, nach zehn Jahre Warten ein Trabbi für die einfachen Leute. Und wir bekamen erklärt, dass eine « Westjeans » etwas ganz Besonderes war.
Natürlich durfte auch Checkpoint Charlie nicht fehlen. Dort erfuhren wir viel über die Teilung Berlins und die Geschichte des Kalten Krieges. Während einer dreistündigen Stadtführung sahen wir weitere historische Gebäude, welche die bewegte Entwicklung der deutschen Hauptstadt spiegelten. Am Alexanderplatz angekommen jedoch mussten wir feststellen, dass nicht alle Menschen ihre Stadt und Architektur schätzten: Dort lag immens viel Müll auf dem Boden, was uns schockte.



Am Sonntag fuhren wir gemeinsam zur Gedenkstätte Sachsenhausen. Dort hatten wir das große Glück, von « Monsieur Tibaud », einem hervorragenden Historiker, begleitet zu werden. Mit viel Wissen und großer Leidenschaft erzählte er uns zahlreiche Geschichten über das Leben und Leiden der Menschen im Konzentrationslager. Wir besuchten Baracken, erfuhren von der Architektur dieses « Modell-KZ » der Nationalsozialisten, von der letzten Station Z: Gaskammern und Öfen.

Am Sonntag fuhren wir gemeinsam zur Gedenkstätte Sachsenhausen. Dort hatten wir das große Glück, von « Monsieur Tibaud », einem hervorragenden Historiker, begleitet zu werden. Mit viel Wissen und großer Leidenschaft erzählte er uns zahlreiche Geschichten über das Leben und Leiden der Menschen im Konzentrationslager. Wir besuchten Baracken, erfuhren von der Architektur dieses « Modell-KZ » der Nationalsozialisten, von der letzten Station Z: Gaskammern und Öfen.

Nach diesen bewegenden Eindrücken schlossen wir die Klassenfahrt mit einer besonderen Nachtwanderung durch Berlin ab. Höhepunkt hier war der Blick vom Fernsehturm am « Alex » bei Nacht, der Berlin in seiner ganzen Schönheit zeigt. Bevor jeder und jede von uns nun in den Cycle Supérieur wechselt, schauen wir zurück auf fünf Tage Architektur und Historie, Fußballfieber bis spät in den Morgen, dicke Freundschaft und dicke Blasen an den Füßen, die leckerste Pizza Berlins und super Stimmung im Zug, der uns sogar so ziemlich ohne Verspätung wieder nach Wasserbillig brachte. An alle Sponsoren, die uns diese super Klassenfahrt ermöglicht haben, ein dickes Merci!














